Juden der Lutherstadt Wittenberg – Schicksale einer städtischen Minderheit

Datum/Zeit
11.11.2019
19:30–21:00

Veranstaltungsort
LEUCOREA, Auditorium maximum

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Auf jüdische Einwohner im hochmittelalterlichen Wittenberg weisen sowohl archivalische Quellen, die uralte „Jüdenstraße“ als auch die Juden auf obszöne Weise verspottende Sandsteinplastik der „Judensau“ an der Stadtkirche St. Marien hin. Landesherrliche Ansiedlungs- und Vertreibungsdekrete werden später durch judenfeindliche Verlautbarungen des Reformators Martin Luther verstärkt. Erst nach dem Emanzipationsedikt von 1812 und der Reichsgründung 1871 sind etwa 70 der Hallischen Synagogengemeinde angehörende Juden integrierter Bestandteil der ca. 20.000 Einwohner. Mit Beginn der Nazidiktatur beginnt ihre Verfolgung. Am Ende überleben nur vier in „privilegierter Mischehe“ lebende jüdische Einwohner. Dieser Vortrag stellt ihre Geschichte vor.

Refernt: Dr. Ronny Kabus

Institut für deutsche Sprache und Kultur e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Stefanie Rieger
Kontakt: Claudia Wittig
Collegienstr. 62
06886 Lutherstadt Wittenberg

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